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Kooperationsvereinbarung zwischen bpa e. V. Hessen und der KV Hessen

Gemeinsame Pressemeldung vom 4. November 2009

Niedernhausen, den 4.11.2009

Kassenärztliche Vereinigung und Verband der privaten Pflegeeinrichtungen in Hessen unterzeichnen Kooperationsvereinbarung / Gesundheitsminister Jürgen Banzer würdigt gemeinsame Projekte zur Optimierung der Versorgung pflegebedürftiger Patienten.

Die KV Hessen und die Landesgruppe Hessen des bpa haben heute bei einer Fachtagung in Niedernhausen bei Wiesbaden eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Im Beisein von Gesundheitsminister Banzer verpflichteten sich die Vertragspartner, ärztliche und pflegerische Aspekte in Zukunft stärker zu vernetzen, so die Versorgung zu optimieren und Synergien zu schaffen. Die heute unterzeichnete Kooperationsvereinbarung ist die erste ihrer Art in Deutschland.

"Für die hessischen Pflegeeinrichtungen ist dies ein bedeutender Moment", betonte der bpa-Landesvorsitzende Jochen Rindfleisch-Jantzon bei der Unterzeichnung der Kooperationserklärung zwischen der KV Hessen und dem bpa. "Er symbolisiert nämlich, dass niedergelassene Ärzte und Pflegeeinrichtungen eng und vertrauensvoll  zusammenarbeiten wollen zum Wohle der pflegebedürftigen Patienten in Heimen und der Häuslichkeit". Beispielhaft nannte er ein neu angelaufenes Modellprojekt, das der verbesserten fachärztlichen Versorgung in Pflegeheimen dienen soll. Durch feste Sprechstunden zunächst von Gynäkologen und Urologen in den Einrichtungen und verlässliche Absprachen zur telefonischen Erreichbarkeit soll die fachärztliche Versorgung im Heim verbessert werden. Auf diesem Wege können ggf. auch Krankentransporte oder gar Krankenhauseinweisungen verhindert werden. Dies kommt nicht nur den pflegebedürftigen Patienten zugute, sondern spart insgesamt Kosten für die Krankenversicherung. Die am Modellprojekt beteiligten Heime sorgen soweit möglich für die nötige Infrastruktur und unterstützen die vereinbarten ärztlichen Visiten, um eine reibungslose Zusammenarbeit mit den Fachärzten zu ermöglichen.

"Wir wollen mit dieser Kooperation zweier bedeutender Akteure im Gesundheitswesen bewusst neue Wege gehen, und wir sind in diesem Bereich gerne Vorreiter", strich Hans-Jürgen Brems, Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen in seinem Grußwort an die rund 150 Teilnehmer der bpa-Fachtagung heraus. "Wenn wir gegenseitig unsere Fortbildungsprogramme für die Ärzteschaft bzw. das Pflegepersonal bereichern, dann lernen wir nicht nur voneinander, sondern auch übereinander", so Brems weiter. "Dies fördert dann nicht nur das fachliche Know how, sondern auch das konstruktive Miteinander." Konkret geplant sind fachliche Schulungen zur Palliativversorgung und Schmerzmanagement einerseits sowie zur Optimierung der Verwaltungsprozesse zwischen Arztpraxis und häuslichem Pflegedienst andererseits. Weitere Schulungskonzepte sollen folgen.

Staatsminister Jürgen Banzer würdigte die geplante Zusammenarbeit der Leistungserbringer in seiner Rede auf der bpa-Fachtagung ausdrücklich: "Wenn sich die hessische Ärzteschaft und die Pflegeeinrichtungen besser vernetzen und gemeinsame Projekte vorantreiben, dann dient das dem Wohl der pflegebedürftigen Patientinnen und Patienten. Als Gesundheitsminister des Landes Hessen kann ich das nur begrüßen und Ihnen viel Erfolg für Ihre Kooperation wünschen"

Anlage: Wortlaut der Kooperationserklärung  

Sie finden die Kooperationsvereinbarung im Wortlaut sowie die gemeinsame Pressemitteilung ebenfalls als pdf-datei im Download-Bereich in der rechten Spalte.


Für Rückfragen:

bpa: Manfred Mauer, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle (0611/3410790)
KVH: Karl Matthias Roth, Pressesprecher (069/795 02 755)

12.01.2010
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