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Liebe Journalisten, wer gehört werden will, muss sein Gegenüber kennen. Wir verstehen uns als Kommunikations-Manager. Mitglieder erwarten von uns andere Informationen als Kollegen oder Medienvertreter. Daher schreiben wir zielgruppengerecht in „Auf den Punkt“, für die interne Kommunikation oder für Tageszeitungen und andere Medien.

Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

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Pressemeldungen 2016

Fakten statt Gerüchte: KV Hessen ordnet Bereitschaftsdienste in Mittelhessen neu

27.10.2016

Frankfurt, 27.10.2016 – Die Strukturen im Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) in Mittelhessen werden zum 1. Januar 2017 neu geordnet. Das hat das zuständige Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, Dr. Günter Haas, heute in Frankfurt mitgeteilt. Damit reagiert der Vorstand der KVH auf letztlich nicht stabil funktionierende Prozesse bei der ambulanten Versorgung der Bevölkerung in diesem Bereich, die sich auch in negativer Berichterstattung aufgrund diverser Patientenbeschwerden niedergeschlagen hatte.

„In Mittelhessen, also im Bereich Gießen Land und Umgebung, ziehen wir nun die Reform des Bereitschaftsdienstes nach, die mittlerweile im übrigen Hessen stabil und störungsfrei funktioniert. Einzig Mittelhessen weist noch Strukturen auf, die nicht den sonstigen Vorgaben entsprechen und wir mussten feststellen, dass genau dies Schwierigkeiten in der Versorgungverursacht hat. Die Patienten wissen nicht genau, wann welche Zentrale Dienst hat, oft sind dort nur einstündige Behandlungsfenster vorgesehen, Ärzte kommen nur auf Anforderung. Das hat mit einer angemessenen und vernünftigen Behandlung der Patienten nur wenig zu tun. Deshalb ordnen wir den Bereich im Hinblick auf den Bereitschaftsdienst jetzt neu.“

Für die Patienten bedeutet dies, dass die Bereitschaftsdienst-Präsenzzeiten am Klinikum in Lich deutlich ausgebaut werden. Bisher war diese nur am Wochenende und feiertags besetzt, ab 1. Januar 2017 gelten dort die folgenden, patientenfreundlichen Dienstzeiten Montag, Dienstag und Donnerstag 19:00 bis 24:00, Mittwoch und Freitag 14:00 bis 24:00 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 07:00 Uhr bis 07:00 Uhr.

Zudem sorgt der Hausbesuchsdienst in der Region zu den  gesamten ÄBD-Zeiten (siehe Seite 3) für eine angemessene Versorgung der Patienten, die keine ÄBD-Zentrale aufsuchen können. Die kleineren Standorte in Mittelhessen, die lediglich ein- oder zweistündige Intervalle angeboten hatten, in denen ein Arzt vor Ort war, werden geschlossen, denn eine vernünftige Versorgung im Vergleich zu den tatsächlichen Behandlungsbedarfen der Bevölkerung war dort nicht gegeben. 

Haas nahm darüber hinaus auch ausführlich zu den Vorwürfen Stellung, die öffentlich seitens der Kommunalpolitik, einiger Obleute im Bereitschaftsdienst sowie von einigen niedergelassenen Ärzten geäußert worden waren.

Mangelnde Kommunikation: „Bei der KV ist es üblich, Entscheidungen erst dann zu kommunizieren, wenn sie getroffen wurden. Dies ist de facto erst in dieser Woche der Fall gewesen. Deshalb war eine frühere Information der Öffentlichkeit oder der Kommunalpolitik schlicht nicht möglich. Außerdem waren die handelnden Personen, sprich die Obleute, intensiv in die Überlegungen zur Neuordnung des Bereichs Mittelhessen bereits seit Mitte Mai eingebunden.“

Schlechtere Qualität in der Versorgung: „In Mittelhessen wird derzeit das Schreckgespenst einer deutlich schlechteren Versorgung zu den sprechstundenfreien Zeiten an die Wand gemalt. Das ist nicht der Fall. Ganz im Gegenteil werden längere Behandlungszeitfenster als bisher angeboten, was die Behandlung der Patientinnen und Patienten deutlich verbessern dürfte. Eine Mehrbelastung für die Ärzte der Region ergibt sich daraus umgekehrt nicht – durch eine effizientere Gestaltung des Hausbesuchsdienstes kommt es faktisch sogar zu einer geringfügigen Reduzierung der Dienstbelastung.

Zusätzlich führt der Ausbau der ÄBD-Zentrale am Krankenhaus in Lich dazu, dass die Verknüpfung von ambulantem und stationärem Sektor – wie von der Politik gefordert – vorangetrieben wird und im Falle eines intensiveren Behandlungsbedarfs die klinische Infrastruktur unmittelbar genutzt werden kann.“

Neuer Dienstleister „nur“ Taxiunternehmen: „Die KV hat den Fahrdienst nicht nur im Bereich Mittelhessen sondern insgesamt für Hessen nach den rechtlichen Vorgaben der Vergabeordnung ausgeschrieben – als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist sie dazu verpflichtet. Die Tatsache, dass der bisherige Dienstleister die Ausschreibung nicht gewonnen hat, sorgt bei ihm und offensichtlich ihm nahestehenden Politikern für Unmut. Nicht nachvollziehbar ist indes aber, dass dieser Unmut in eine öffentliche Diskreditierung des neuen Anbieters mündet, einem Anbieter, der sämtliche medizinischen und logistischen Anforderungen bestens erfüllt und der das gleiche Aufgabenfeld im nahegelegenen Wetteraukreis seit Jahren zur vollsten Zufriedenheit erledigt. Hier scheinen medizinische Bedenken nur vorgeschoben zu sein, um mögliche (Eigen-) Interessen zu kaschieren.“

Es werden sich nicht genügend Ärzte für die Dienste finden: „Auch dieses Argument kennen wir aus nahezu allen Bereichen Hessens, in denen der Bereitschaftsdienst reformiert wurde. Allerdings kommt dieses Argument den Fakten nicht dadurch näher, indem man es ständig wiederholt. In allen ÄBD-Bezirken Hessens konnten genügend Ärzte für die Dienste gefunden werden und die Dienstbelastung der einzelnen Ärzte war überschaubar. Es hat vielmehr den Eindruck, als würde eine Allianz aus Politik, Obleuten und niedergelassenen Ärzten unbedingt an einem etablierten System festhalten wollen, von dem offensichtlich der eine oder andere profitiert zu haben scheint. Aber auch dieses Phänomen kennen wir bereits aus anderen ÄBD-Bezirken.“

Die ÄBD-Zentrale an den Asklepios-Kliniken in Lich wird ab 1. Januar 2017 zu diesen Zeiten geöffnet sein:

Montag, Dienstag, Donnerstag:            19:00 bis 24:00 Uhr
Mittwoch und Freitag:                          14:00 bis 24:00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag:                07:00 bis 07:00 Uhr

Die ÄBD-Zentrale kann direkt und ohne vorherige Anmeldung zu den genannten Zeiten aufgesucht werden. Adresse: Goethestraße 4 in 35423 Lich.

Darüber hinaus sind alle Bereitschaftsdienstzentralen in Hessen zu den folgenden Zeiten dienstbereit und unter der bundesweiten ÄBD-Rufnummer 116117 zu erreichen:

Montag, Dienstag, Donnerstag:            19:00 bis 07:00 Uhr
Mittwoch und Freitag:                          14:00 bis 07:00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag:                07:00 bis 07:00 Uhr

Diese Rufnummer ist wichtig für alle Fragen zum ÄBD, z.B. bei Fragen nach den Öffnungszeiten, für die Vermittlung eines Hausbesuchs oder einer ärztlichen Beratung.

Selbstverständlich können alle Bürgerinnen und Bürger auch jede andere ÄBD-Zentrale aufsuchen, beispielsweise die nahe gelegene ÄBD-Zentrale am Universitätsklinikum in Gießen in der Klinikstraße 33, 35392 Gießen, die zu den gleichen Zeiten geöffnet ist.

Hinweis an die Redaktion:

Bei Fragen und Interviewwünschen wenden Sie sich an die Abteilung Kommunikation der KV Hessen, Karl Matthias Roth, Telefon 069 24741-6995, Petra Bendrich, Telefon 069 24741-6988, Telefax 069 24741-68818, E-Mail: presse(at)kvhessen.LÖSCHEN.de.


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