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Liebe Journalisten, wer gehört werden will, muss sein Gegenüber kennen. Wir verstehen uns als Kommunikations-Manager. Mitglieder erwarten von uns andere Informationen als Kollegen oder Medienvertreter. Daher schreiben wir zielgruppengerecht in „Auf den Punkt“, für die interne Kommunikation oder für Tageszeitungen und andere Medien.

Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

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Pressemeldungen 2016

Fachtag Frühe Hilfen

21.11.2016

Ärzte, Psychotherapeuten und Jugendhilfe gemeinsam gegen Kindeswohlgefährdung – KV Hessen und HMSI starten Projekt

Frankfurt, 21.11.2016 – Kindeswohlgefährdung und -vernachlässigung wirksam vorbeugen – dies ist erklärtes Ziel aller Akteure aus Politik, Gesellschaft und Gesundheitswesen. In Hessen fand dazu am 18.11.16 in den Räumen der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen in Frankfurt der Fachtag „Etablierung interprofessioneller Qualitätszirkel Frühe Hilfen in Hessen“ statt.

Teilnehmer waren zahlreiche interessierte Ärzte und Psychotherapeuten, Akteure aus den Netzwerken Frühe Hilfen sowie Vertreter von Verbänden, Kammern und sonstigen Institutionen. Die Pläne für Hessen erläuterte Dr. Eckhard Starke, stellv. Vorsitzender der KVH-Vertreterversammlung: „Unser Projekt zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten sowie den Mitarbeitern der Jugendhilfen und den Akteuren aus den Netzwerken Frühe Hilfen zu intensivieren. Dies soll in Form interprofessioneller Qualitätszirkel gelingen. Die Teilnehmergruppe
setzt sich gleichermaßen aus Beteiligten der beiden Sektoren Gesundheitswesen und Jugendhilfe zusammen. Inhaltlich können mithilfe der Methodik ‚
Familienfallkonferenz‘ Fälle interprofessionell besprochen und diskutiert werden, sodass ein Mehrwert für alle Beteiligten entsteht.“

Und so konnten sich denn auch alle Besucher des Fachtags über die Aufgaben der „Frühen Hilfen“, die Bedeutung einer funktionierenden Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Gesundheitswesen und die Methodik der Familienfallkonferenz, deren Projektaufbau und den Stand der Umsetzung informieren.

In seiner Begrüßung hob Stefan Grüttner, Hessischer Gesundheitsminister, die Notwendigkeit solcher Hilfen hervor: „Während der Schwangerschaft oder nach der Geburt eines Kindes sind Familien mit einer völlig neuen Situation konfrontiert. Oft fühlen sich Eltern in dieser neuen Lebensphase erschöpft oder auch überlastet. Neben dem Neugeborenen müssen eventuell zusätzlich ein oder mehrere Geschwisterkinder versorgt werden und der normale Alltag ist nebenbei auch noch zu bewältigen. Hier haben sich Frühe Hilfen zu einem festen Bestandteil der hessischen Familienpolitik entwickelt. Kindern und ihren Eltern muss möglichst frühzeitig Hilfe und Unterstützung zukommen. Fachkräften aus dem Gesundheitsbereich kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu. Viele Träger bieten zudem an, zu den Familien nach Hause zu kommen. Familienhebammen, Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen oder Ehrenamtliche unterstützen die Familien zu Hause. Frühe Hilfen in Hessen unterstützen die Familien direkt, wirkungsvoll und präventiv.“ Das Land Hessen unterstützt das Projekt auch finanziell, sodass ein Projektkoordinator sich dem Fortschritt des Projektes widmen kann.

Zum Hintergrund: Frühe Hilfen sind regionale Unterstützungssysteme mit koordinierten Hilfestellungen, um die Versorgung von werdenden Eltern sowie Eltern mit Kindern der Altersgruppe 0-3 Jahre in Problemlagen zu verbessern und Kindeswohlgefährdung sowie Vernachlässigung effektiv zu begegnen. Sie sind der primären Prävention zuzuordnen, das heißt, dass die Familien durch Aufklärung, Anleitung und Beratung befähigt werden sollen,
ihre Lebensbedingungen selbstständig in die Hand zu nehmen, um ungünstigen und negativen Entwicklungen vorzubeugen. Die Beziehungs- und Erziehungskompetenzen von Familien sollen gefördert werden. Die niedrigschwelligen Angebotsstrukturen sind sehr vielfältig, beispielsweise in Form von Elternkursen, Informationsmaterialien, Unterstützung und Beratung durch Fachkräfte in den Familien vor Ort.

2007 wurde das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gegründet. Das NZFH
sitzt in Köln und steht unter der Trägerschaft der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut e.V.

Hinweis an die Redaktionen:

Bei Fragen und Interviewwünschen wenden Sie sich an die Abteilung Kommunikation der KV Hessen, Karl Matthias Roth, Telefon 069 24741-6995, Petra Bendrich, Telefon 069 24741-6988, Telefax 069 24741-68818, E-Mail: presse(at)kvhessen.LÖSCHEN.de.


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