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Petra Bendrich,
Kommunikation,
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Pressemeldungen 2017

Diabetes-Präventionsprojekt Dimini erhält Förderung

28.04.2017

Gemeinsame Pressemeldung der KV Hessen und der weiteren Kooperationspartner des Dimini-Projekts vom 28. April 2017

Erfolgreiche Bewerbung: Diabetes-Präventionsprojekt Dimini erhält Förderung des Innovationsfonds

Das länderübergreifende Präventionsprojekt „Dimini – Diabetes mellitus? Ich nicht!“ wird mit rund 4 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Bundes gefördert. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss in Berlin mitgeteilt.
Ziel von Dimini ist es, die Gesundheitskompetenz von Menschen mit erhöhtem Risiko für Typ-2-Diabetes zu stärken. Damit soll einerseits die Entstehung von Typ-2-Diabetes verzögert oder sogar verhindert werden, andererseits sollen Kosten für die medizinische Versorgung gesenkt werden.

Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein und Konsortialführerin des Projekts, sieht im Dimini-Projekt ein partnerschaftliches Leuchtturmprojekt für das deutsche Gesundheitswesen: „Diabetes-Prävention und die Förderung der esundheitskompetenz sind Themen, die in Zukunft eine zentrale Rolle im
Gesundheitswesen spielen werden.“

Frank Dastych, Vorstandsvorsitzender der KVH unterstützt das Projekt in Hessen: „Diabetes ist eine der größten Volkskrankheiten. Das Dimini-Projekt soll Möglichkeiten zur Vorbeugung prüfen, die sich in der Praxis anwenden lassen.“

Professor Dr. Baptist Gallwitz, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft, betont die Bedeutung des Projektes für die Gesellschaft: „Das Dimini Diabetes-Präventionsprojekt wird sehr wichtige Daten darüber liefern, wie mit einer Lebensstiländerung die Volkskrankheit Diabetes am besten verhindert werden kann. Mit einem solchen Programm, das wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird, lassen sich besonders wirksame Strategien entwickeln, die nach wie vor besorgniserregende Zunahme des Diabetes zu stoppen.“

Da nur das frühzeitige Erkennen eines hohen Diabetesrisikos eine wirksame Vorbeugung ermöglicht, ermitteln die an dem Projekt teilnehmenden Ärzte zunächst das individuelle Risikoprofil der teilnehmenden Versicherten. Dazu setzt Dimini auf den bewährten FINDRISKTest*, der aus acht Fragen (wie z.B. Größe, Gewicht, Taillenumfang und Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten) besteht und sehr einfach in wenigen Minuten durchgeführt werden kann. Je nach Risiko erfolgt die weitere Betreuung durch den Arzt, die – über mehrere
Termine verteilt – maximal 15 Monate dauert und beispielsweise eine oder mehrere Beratungen zu Ernährung und Bewegung enthalten kann. Die Teilnahme ist in den Regionen Schleswig-Holstein und Hessen für Versicherte (über 18 Jahre) der am Konsortium beteiligten Krankenkassen möglich und für die Versicherten freiwillig und kostenlos. Der Hausarzt unterstützt seinen jeweiligen Risikopatienten dabei, mehr Bewegung und eine gesündere
Ernährungsweise dauerhaft in seinen Alltag zu integrieren. Die Gesundheitskompetenz des Patienten steigt und er kann selbständig bessere Entscheidungen für seine Gesundheit treffen und somit Typ-2-Diabetes aktiv vorbeugen.

Für das Dimini-Projekt kooperieren unter der Konsortialführung der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) und dem ärztlichen Projektinitiator Dr. Carsten Petersen aus Schleswig die Krankenkassen AOK NordWest, BARMER, DAK-Gesundheit und die Techniker Krankenkasse, in Hessen die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) und die Krankenkasse AOK Hessen. Zu den weiteren Partnern in beiden Regionen gehören die Fachgesellschaften Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation (DGPR), das forschende Pharmaunternehmen MSD, das Institut
für angewandte Versorgungsforschung (inav) sowie die Bundesagentur für Arbeit.

Die nächsten Schritte sind: Die Projektteilnehmer finalisieren die Unterlagen und bereiten den Start des Projektes vor. Unter der wissenschaftlichen Leitung des ärztlichen Projektinitiators Dr. Carsten Petersen soll der Nachweis über Wirksamkeit des Diabetes-Präventionsprojektes Dimini in den Bundesländern Schleswig-Holstein und Hessen erbracht werden. Voraussichtlich
ab Herbst 2017 können sich die Ärzte in das Projekt einschreiben. Nach Durchführung der Schulungsmaßnahmen für die Ärzte können die Versicherten der beteiligten Krankenkassen in die Studie aufgenommen werden. Die Durchführung der Evaluation leitet das Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav). Die Projektpartner setzen damit gemeinsam ein Zeichen für die Vorbeugung von Diabetes in Deutschland.

Typ-2-Diabetes ist mit über sechs Millionen Menschen die größte Volkskrankheit in Deutschland und verursacht volkswirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe. Regelmäßige körperliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung bieten eine hervorragende Chance, um das Auftreten von Typ-2-Diabetes zu vermeiden oder zu verzögern. Was in der Theorie einfach
klingt, fällt den meisten Menschen im Alltag schwer. Mehr als die Hälfte aller Deutschen ist übergewichtig und trägt damit ein erhöhtes Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Mit dem Innovationsfonds soll die Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland qualitativ weiterentwickelt werden. Die zur Verfügung stehende Fördersumme beträgt in den Jahren 2016 bis 2019 jeweils 300 Millionen Euro jährlich. Weitere Informationen zum Dimini-Projekt, wie Zitate und Experteninterviews, finden Sie auf der Startseite der KVSH-Homepage unter www.kvsh.de.

Anlage: Hintergrundinformation: So kann Typ-2-Diabetes-Prävention gelingen

Gesprächspartner für die Medien

Marco Dethlefsen, KVSH
Telefon: 04551 883 381
E-Mail: presse@kvsh.de

Externer Link:

www.kvsh.de


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