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Liebe Journalisten, wer gehört werden will, muss sein Gegenüber kennen. Wir verstehen uns als Kommunikations-Manager. Mitglieder erwarten von uns andere Informationen als Kollegen oder Medienvertreter. Daher schreiben wir zielgruppengerecht in „Auf den Punkt“, für die interne Kommunikation oder für Tageszeitungen und andere Medien.

Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

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Pressemeldungen 2017

Diagnose Sackgasse: „Wir brauchen keine krankenhauszentrierte Versorgung!“

05.04.2017

In die aktuelle Diskussion um offensichtliche Qualitäts- und Hygienemängel an zahlreichen Krankenhäusern hat sich heute der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen eingeschaltet.

Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke erklärten dazu in Frankfurt: „Es ist wichtig, dass wir mit der Politik, den Krankenkassen und Krankenhäusern ins Gespräch kommen, wie in Zukunft der ambulante und der stationäre Sektor besser miteinander verzahnt werden können, wie durch verbesserte digitale Kommunikationsstrukturen die Ressourcen in unserem Gesundheitswesen effizienter genutzt werden können und wie eine vernünftige Steuerung der Patienten aussehen sollte. Doch hinter diesen Gesprächen darf nicht die „hidden Agenda“ einer noch weiter gehenden Öffnung der Krankenhäuser für die ambulante Versorgung, keine krankenhauszentrierte Versorgung, stehen. Allein schon deshalb, weil die Wahrscheinlichkeit, sich in einem deutschen Krankenhaus mit einem teilweise lebensbedrohlichen Keim zu infizieren, noch immer viel zu groß ist. Wir brauchen stattdessen eine Stärkung der ambulanten Versorgungsstrukturen, um die uns die ganze Welt beneidet. Wenn – wie aktuell in der Auseinandersetzung mit einigen hessischen Kliniken um die Notfallversorgung – gerade diese die Kritik an der Neuordnung der Gebührenordnung mit der Angst um Leib und Leben der Patienten begründen, wirkt dies angesichts der prekären Hygienemängel in vielen Krankenhäusern geradezu zynisch. Wir brauchen eine ehrliche Diskussion, vor allem um die Zukunft kleiner Krankenhäuser, die weder rentabel sind noch die nötigen Qualitäts- und Behandlungsstandards einhalten können. Durch deren Schließung würden Investitionen in die wirklich notwendigen Kliniken möglich, wodurch wiederum die Qualität der Patientenversorgung steigen würde. Ganz zu schweigen von besseren Arbeitsbedingungen für Ärzte und Pfleger. Was in anderen Ländern offen diskutiert wird, sollte um einer besseren Patientenversorgung auch bei uns kein Tabu sein: die Schließung von Wald- und Wiesenkrankenhäusern, die Geld kosten und für die Patientenversorgung kaum von Bedeutung sind. Das ambulante Versorgungssystem hingegen beweist Tag für Tag seine Leistungsfähigkeit – und das preisgünstiger, mit geringeren Hygienerisiken und wohnortnah.“

Hinweis an die Redaktionen:

Bei Fragen und Interviewwünschen wenden Sie sich an die Abteilung Kommunikation der KV Hessen, Karl Matthias Roth, Telefon 069 24741-6995, Petra Bendrich, Telefon 069 24741-6988, Telefax 069 24741-68818, E-Mail: presse(at)kvhessen.LÖSCHEN.de.


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