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Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

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Pressemeldungen 2017

Woche der ambulanten Versorgung: Das Versorgungs-ABC der KV Hessen

27.06.2017

Frankfurt, 27.06.2017 – „Ambulant vor stationär“ – so heißt es sinngemäß im
fünften Sozialgesetzbuch. Die Umsetzung dieses Leitgedankens übernehmen in Hessen 12.569 Ärzte und Psychotherapeuten. In ihren Praxen behandelten sie 2016 täglich 243.378 Patienten, das entspricht etwa 89 Millionen Arzt-Patienten-Kontakten im Jahr.
Damit deckt der ambulante Versorgungsbereich den Löwenanteil der medizinischen Versorgung der hessischen Bürgerinnen und Bürger ab. Diese profitieren neben einer wohnortnahen Behandlung auf Facharztstatus nicht zuletzt auch davon, dass die ambulante Versorgung im Vergleich zum stationären Bereich deutlich geringere Kosten verursacht. Wie leistungsstark die ambulante Versorgung ist, zeigt das Versorgungs-ABC der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, das die Vorstandsvorsitzenden der KVH, Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, heute in Frankfurt vorgestellt haben.


Immer mehr ambulante Operationen

Operationen werden immer häufiger ambulant durchgeführt. Entsprechend ist die Zahl der Eingriffe in hessischen Vertragsarztpraxen in den letzten vier Jahren um 16 Prozent gestiegen. „2016 fanden rund 430.000 Operationen – hauptsächlich der Haut, der Augen und der Extremitäten – ambulant statt“, verrät Frank Dastych, Vorstandsvorsitzender der KV Hessen. „Die Kostenträger sparen dadurch im Vergleich zu stationär vorgenommenen Eingriffen jedes Jahr enorme Summen, ganz abgesehen von den oft prekären hygienischen Verhältnissen in vielen Kliniken. Und das bei mindestens gleicher, häufig sogar besserer Versorgungsqualität.“ Dazu erläutert Dr. Eckhard Starke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Hessen: „Die Patienten profitieren vom sogenannten Facharztstatus. Dieser garantiert – anders als beim Facharztstandard in der stationären Versorgung –, dass Untersuchungen wie beispielsweise eine Koloskopie von einem Facharzt mit abgeschlossener Weiterbildung vorgenommen werden.“ Ein Blick in das Versorgungs-ABC verrät: 2016 führten niedergelassene Fachärzte für Innere Medizin und Gastroenterologie 144.082 Darmspiegelungen durch.


Früherkennung findet ambulant statt

Auch in Sachen Früherkennungsuntersuchungen ist die ambulante Versorgungsebene gefragt: So fand nicht nur etwa jede zehnte Koloskopie (12,3 Prozent) im Rahmen der Früherkennung statt, insgesamt gab es 2016 in hessi-schen Praxen mehr als fünf Millionen Vorsorgeuntersuchungen sowie 530.000 Hautkrebsscreenings. „Die niedergelassenen Ärzte vermeiden mit den Früher-kennungsuntersuchungen oftmals schwerwiegende Erkrankungen und kostenintensive Klinikaufenthalte. Das schützt die Patienten und entlastet zudem die Versichertengemeinschaft“, so Dastych. Er appelliert zudem an die Männer in Hessen, das Thema Vorsorge noch ernster zu nehmen. „Bisher werden nur etwa 20 Prozent der Untersuchungen bei männlichen Patienten gemacht. Da ist noch Luft nach oben“, so der KVH-Vorstandsvorsitzende. Die entsprechenden Kapazitäten seien in den Praxen vorhanden.


Mehr als zwei Millionen Schutzimpfungen

Weitere wichtige Vorsorgemaßnahmen in der ambulanten Versorgung sind die Schutzimpfungen, mehr als zwei Millionen waren es 2016. Am häufigsten impf-ten die Ärzte in Hessen gegen die Influenza (627.000), gefolgt von den Impfungen gegen Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) (226.000) und Pneumo-kokken (217.000). Im Vergleich zu 2012 nahmen vor allem 3-fach-Impfungen – z. B. gegen Masern, Mumps, Röteln – und 6-fach-Impfungen gegen Diphtherie, Kinderlähmung, Keuchhusten, Tetanus, Hepatitis B und invasive Hib-Infektionen deutlich zu. „Die wachsende Zahl von Masern-Fällen oder Keuchhusten-Infektionen sollte Warnung genug sein. Impfen ist ein Muss! Insbesondere die niedergelassenen Pädiater leisten hier einen wichtigen Beitrag, denn gerade bei Kleinkindern können Impfungen Leben retten“, so Allgemeinmediziner Dr. Starke.


Mehr als 800.000 Fälle im ÄBD

Sind die Praxen der Haus- und Fachärzte geschlossen, ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst (ÄBD) die richtige Anlaufstelle. Patienten mit Erkrankungen, die weder einen Notfall darstellen noch stationär behandelt werden müssen, sind beim ÄBD genau richtig und bekommen schnelle medizinische Hilfe. Über 800.000 Patienten haben Bereitschaftsärzte 2016 behandelt, darunter waren 70.000 Hausbesuche. Erreichbar ist der ÄBD unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116117. In Hessen gingen dort im letzten Jahr mehr als 250.000 Anrufe ein.

Weitere Kennzahlen der ambulanten Versorgung hält das Versorgungs-ABC bereit. Dieses steht unter www.kvhessen.de/versorgungs-abc zum Download zur Verfügung.

Hinweis an die Redaktionen:

Bei Fragen und Interviewwünschen wenden Sie sich an die Abteilung Kommunikation der KV Hessen, Karl Matthias Roth, Telefon 069 24741-6995, Petra Bendrich, Telefon 069 24741-6988, Telefax 069 24741-68818, E-Mail: presse(at)kvhessen.LÖSCHEN.de.


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