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Liebe Mitglieder, wer gehört werden will, muss sein Gegenüber kennen. Wir verstehen uns als Kommunikations-Manager. Mitglieder erwarten von uns andere Informationen als Kollegen oder Journalisten. Daher schreiben wir zielgruppengerecht in „Auf den Punkt“, für die interne Kommunikation oder für Tageszeitungen und andere Medien.

Petra Bendrich,
Kommunikation,
stellv. Pressesprecherin

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Rundschreiben 2016

Hier finden Sie die Rundschreiben der KV Hessen aus dem Jahr 2016.

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Rundschreiben 2015

Hier finden Sie die Rundschreiben der KV Hessen aus dem Jahr 2015.

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Rundschreiben der KV Hessen 2017

Neues Testverfahren iFOBT zur Darmkrebs-Früherkennung

17.03.2017

Rundschreiben der KV Hessen vom 17. März 2017 an alle niedergelassenen Hausärzte, Chirurgen, Gynäkologen, Hautärzte, Internisten und Urologen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hiermit möchten wir Sie darüber informieren, dass ab dem 1. April 2017 der quantitative immunologische Test zum Nachweis von fäkalem okkultem Blut im Stuhl (iFOBT) den derzeit verwendeten Guajak-basierten Test (gFOBT) ersetzt.

Haus- und Fachärzte, die den neuen Stuhltest im Rahmen der Darmkrebs-früherkennung ausgeben, erhalten 6 Euro pro Patient und somit deutlich mehr als bisher. Für den bisherigen Guajak-basierten Test gab es inklusive der Auswertung 2,63 Euro. Er darf ab dem 1. April 2017 aber nicht mehr zur Darmkrebsfrüherkennung eingesetzt werden. Die GOP 01734 für die präventive Untersuchung, die auch die Kosten für die Testbriefchen beinhaltete, wird gestrichen. Im kurativen Bereich gilt eine Übergangsfrist für den Guajak-basierten Test bis zum 1. Oktober 2017. Danach kommt auch dort ausschließlich der neue Test (iFOBT) zum Einsatz.

Grundlage sind Beschlüsse des Bewertungsausschusses, worin die Anfor-derungen an das Testverfahren festgelegt wurden und entsprechende Änderungen im EBM zur Vergütung für die Ausgabe und die Durchführung des Tests enthalten sind. Ärzte, die den iFOBT als Früherkennungsunter-suchung auf kolorektales Karzinom veranlassen, rechnen die neue GOP 01737 (6,00 Euro*, 57 Punkte) ab. Die Leistung umfasst die Ausgabe, Rücknahme und Weiterleitung des Stuhlprobenentnahmesystems sowie die damit zusammenhängende Beratung des Patienten. Hausärzte, Chirurgen, Gynäkologen, Facharztinternisten, Hautärzte und Urologen dürfen die GOP 01737 abrechnen.
Das Stuhlprobenentnahmesystem wird über das Labor bezogen, da die Kosten hierfür in der Laborleistung enthalten sind. Mit der neuen Laborleis-tung nach der GOP 01738 (7,90 Euro*, 75 Punkte) wird die automatisierte quantitative immunologische Bestimmung von okkultem Blut im Stuhl mit umgehender Befundübermittlung im Rahmen der Darmkrebsfrüherkennung abgebildet.
Bei kurativer Untersuchungsindikation wird die quantitative immunologische Bestimmung von okkultem Blut im Stuhl (iFOBT) mit der neuen GOP 32457 (6,21 Euro) abgerechnet. Der Guajak-basierte Test (gFOBT) nach den GOP 32040 bzw. 40150 kann übergangsweise bis zum 30. September 2017 abgerechnet werden.

Ärzte mit einer Abrechnungsgenehmigung für Leistungen des EBM-Abschnitts 32.3.5 können die GOP 01738 und 32457 abrechnen.

Hintergrund ist, dass laut Studien mit immunologischen Tests nicht sichtbares Blut im Stuhl insbesondere mit einer höheren Sensitivität nachgewiesen werden kann. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte daher festgelegt, den Guajak-basierten Test abzulösen.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen
                                                                                                                                                                                                                                
Frank Dastych                    Dr. Eckhard Starke
Vorstandsvorsitzender        stv. Vorstandsvorsitzender


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