Nach obenZur Suche

Liebe Mitglieder, gerade bei kritischen Themen stehen wir dem Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen zur Seite. Wir, das sind ausgewählte Kolleginnen und Kollegen, die unsere Führungsebene mit Fachwissen unterstützen. Zum Beispiel im weitläufigen Bereich der Arznei- und Heilmittelverordnungen sowie dem Prüfwesen.

Dr. Wolfgang LangHeinrich,
Vorstandsberater
Pharmakotherapie

KVH|Sammelkorb aufrufen  Sammelkorb für Downloads:

Ihre gesammelten Downloads können Sie jetzt komfortabel mit einem Klick herunterladen.

Sie haben noch keine Downloads gesammelt.

Wartungsarbeiten Internetseiten

Mittwoch, den 13.12.2017, von 11:30 bis 12:30 Uhr

Mehr
Online-Abrechnung mit KV-SafeNet

Praxisbörse

Sie möchten sich als Vertragsarzt oder -Psychotherapeut niederlassen? Oder suchen einen Nachfolger für Ihre Praxis? Unsere Praxisbörse bringt Sie zusammen!

Mehr

Heilmittel

Genehmigungsverzicht

19.11.2014

Nach den Heilmittel-Richtlinien müssen begründungspflichtige Heilmittelverordnungen außerhalb des Regelfalles von der zuständigen Krankenkasse vor Fortsetzung der Therapie genehmigt werden. Infos, Links und und Downloads zum Thema finden Sie hier.

Mit einer Verordnung außerhalb des Regelfalls ist eine Fortsetzung der Therapie auch dann möglich, wenn sich eine Behandlung mit der nach Maßgabe des Heilmittelkatalogs bestimmten Gesamtverordnungsmenge nicht abschließen lässt. Entsprechend der Heilmittel-Richtlinien können die Krankenkassen auf die Vorlage von Heilmittelverordnungen außerhalb des Regelfalles verzichten, worüber diese schriftlich die Kassenärztlichen Vereinigungen informieren müssen.

Viele Krankenkassen haben die Möglichkeit wahrgenommen und gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen erklärt, dass sie bei Heilmittelverordnungen außerhalb des Regelfalls auf die Vorlage der Verordnung zur Genehmigung vor Fortsetzung der Therapie verzichten. Teilweise beschränkten die Krankenkassen ihren Genehmigungsverzicht auf einzelne Diagnosegruppen des Heilmittelkataloges. Das angeführte Beispiel ist exemplarisch für die seitens der Krankenkassen praktizierte uneinheitliche Verfahrensweise. Für die verordnenden Ärzte ist es äußerst schwer überschaubar, ob die jeweilige Krankenkasse generell oder nur teilweise bei einer bestimmten Diagnosegruppe des Heilmittelkataloges einen Genehmigungsverzicht erklärt hat. Aus diesem Grunde empfehlen wir den Ärzten, die Heilmittelverordnungen außerhalb des Regelfalls ausstellen, entweder generell eine Genehmigung vor Fortsetzung der Therapie von der zuständigen Krankenkasse einzuholen oder mit der Krankenkasse vorab abzuklären, ob für den jeweiligen Indikationsschlüssel des Heilmittelkataloges ein Genehmigungsverzicht erklärt wurde.

Wir bitten Sie um Beachtung, dass weder eine Genehmigung noch der ausdrücklich durch eine Krankenkasse gegenüber der KV Hessen geäußerte Genehmigungsverzicht von der Feststellung der Wirtschaftlichkeit im Prüfverfahren befreit. Sie sind als niedergelassene Vertragsärzte auch in diesen Fällen verpflichtet, die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit jeder Verordnung zu überprüfen.  Wir empfehlen Ihnen deshalb bei Heilmittelverordnungen außerhalb des Regelfalls nicht grundsätzlich auf die Einholung der Genehmigung durch die zuständige Krankenkasse zu verzichten, zumal unsere Erfahrung zeigt, dass nicht vorher genehmigte Verordnungen außerhalb des Regelfalls unweigerlich die Gefahr eines Heilmittel-Regresses bergen können. Wir haben eine Übersicht der Krankenkassen für Sie zum Download als PDF zusammengestellt, die auf die Genehmigung von begründungspflichtigen Verordnungen zur Fortsetzung der Therapie außerhalb des Regelfalls gemäß § 8 Ziffer 4 der Heilmittel-Richtlinien verzichtet haben.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass seitens der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen keine Gewähr für die Vollständigkeit und Aktualität der Übersicht übernommen wird.

Externer Link

Heilmittel-Richtlinien (GBA)


einen Moment bitte